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Die Umgangspflegschaft hat eine eigenständige Regelung im § 1684 Abs. 3 S. 3 bis 6.

Um eine Umgangspflegschaft zu bestellen, muss das Gericht feststellen, dass eine wiederholte und eine in erheblichen Maße gegen die Wohlverhaltenspflicht vorliegt und weiterhin dauernd gegen dieses Gebot aus § 1684 Abs. 2 verstossen wird.

Dies kann z.B. von einem klaren Umgangsboykott bis zu Umgangsvereitelung sein, wie sich nicht an Übergabezeiten zu halten.

Der Umgangspfleger ist der Pfleger des Kindes, vertritt also das Wohl und das Interesse des Kindes. Er kann aber nicht den Umgang regeln und verändern, wenn es dem gerichtlichen Beschluss widerspricht - Änderungen gehen nur durch Einvernehmen der Eltern oder durch Gerichtsbeschluss.

Dem Umgangspfleger steht das Aufenthaltsbestimmungsrecht während des Umgangs zu, das verdrängt nach § 1630 Abs. 1 BGB das entsprechende Recht der oder des Sorgeberechtigten. Damit steht dem Umgangspfleger die Herausgabe des Kindes zu - halten sich die Beteiligten nicht an die Regelung, kann nun erneut das Gericht wieder angesprochen werden, das dann eine Herausgabeverfügung erlassen kann.

Die Umgangspflegschaft ist zu befristen.

Der Umgangspfleger regelt die Durchführung des Umgangs - er ist berechtigt und verpflichtet mit den Beteiligten über die Ausgestaltung des Umgangs zu verhandeln um eine einvernehmliche Lösung zu ermöglichen.

Der Umgangspfleger soll bei Konflikten im Rahmen des Umgangs für die Durchsetzung und Gewährleistung des Umgangs sorgen. Grundlage ist das Recht des Kindes auf Umgang und ist unter Kindeswohlkriterien anzusiedeln. Eine Standardisierung des Umgangspflegers ist nicht vorgegeben, weder eine Qualifikation noch die Frage von Kompetenzen im Rahmen der Kinderrechte. Jedes Gericht, jeder Richter, hat unterschiedliche Vorstellungen und Forderungen an den Umgangspfleger, so dass die Erwartungen erst geklärt werden müssen. Aufgrund dieser fehlenen Standardisierung sind nicht nur fachlich qualifizierte Pfleger zu finden, sondern auch fachferne, die aus unterschiedlichen Berufszweigen kommen. 

Der Umgangspfleger wird in verschiedenen Konstellationen eingesetzt, um den Umgang umzusetzen und zu gewährleisten. Das können z.B. sein: Bei einer Umgangsanbahnung, die aufgrund einer langen Zeit des Kontaktabbruches erfolgen muss.

Bei Umgangsverweigerungen und Umgangsvereitelungen bis hin zu einem Umgangsboykott durch den betreuenden Elternteil. Nach einer Aussetzung des Umgangs aufgrund von kindeswohlgefährdenden Aspekten, wie z.B. Drogenkonsum. Es liegt eine hochstrittige Elternebene vor, die den Blick auf das Kind nicht mehr möglich macht, da die Eltern zu sehr in ihren eigenen Bedürfnissen verstrickt sind. bei hochstrittigen Eltern die Kinder zu entlasten. Die Kinder verweigern den Umgang.Allein durch die aufgezählten Punkte ergeben sich schon viele Fragen in Bezug auf Umsetzung und Gewährleistung. Der Umgangspfleger ist immer einer der letzten Maßnahmen nach einer langen Reihe von erfolglos eingesetzten wie z.B. Beratung, Mediation, etc. und hat es mit strittigen bis hochstrittigen Eltern zu tun. Er wird zudem vom Gericht angeordnet und ist verpflichtet, den Umgang zu gewährleisten, der bisher von dem betreuenden Elternteil abgelehnt oder als problematisch angesehen wurde. 

Es braucht einen guten Blick für das Kind - wie sagte mal eine 12 jährige - das ist, wie wenn du auf einem Minenfeld läufst und nicht weißt, wer und wo die erste Mine hochgeht - sie meinte damit ihre Eltern, die hochstrittig ihre Gefühle über den Umgang abarbeiten.

Dieser Blick muss mit psychologischen und pädagogischen Inhalten geschult sein, man muss einschätzen können, ob der Kindeswille autonom und selbstbestimmt ist oder ob dieser nur den Erwartungen des BET geschuldet ist. ein 5 jähriger mit dem Umgang beim UET, wird von mir bei der BET abgeholt, ich fahre und wir planen den Umgang, den ich begleite - gemeinsam Kochen, Spielen, Fernsehen, vll noch mal auf den Spielplatz - angekommen, ziehe ich mich zurück und lasse machen. Alles gut, ich mache Bilder vom gemeinsamen Kochen etc. Wir müssen gehen und Kind weigert sich, will bleiben, will nicht nach Hause - ruhig und geduldigt erklärt, dass - nein ich will noch nicht. Erst auf Drängen gibt das Kind nach, zieht sich widerwillig die Jacke an, schmollt den ganzen Nachhausweg - nichts mit Kinderlieder singen oder erzählen. Ich bin schuld. Zu hause angekommen, Begrüßung und die Frage, na wie war es denn ........langweilig, ich musste mit dem kochen, und ich musste fernsehen und ich will da nicht mehr hin, bei dir ist es viel schöner. BET sieht sich bestätigt und stellte den Umgang in Frage bis ich ihr die Bilder zeige und ihr die Not von dem Kind klar machen kann - was dann zu gemeinsamen Elterngesprächen führt, um das Kind zu entlasten und damit es ihm auch Spaß machen darf, wenn er beim UET ist. das macht die Qualifikation des Umgangspflegers deutlich. 




nicht nur was kinderpsychologische Aspekte angeht, muss er fachlich geschuld sein, auch was rechtliche Möglichkeiten angeht und in der Lage sein, zwischen Verständnis und Empathie die Grenzen aufzuzeigen, klare Ansagen zu machen und auch den Eltern deutlich machen, was ihre Aufgabe ist und wie sie ihre Rolle wahrnehmen sollen und müssen, um ihrem Kind nicht zu schaden - sie handlungsfähig als Eltern machen, die auf der Paarebene bittere Enttäuschungen erlebt haben. 




dazu übt der Umgangspfleger zudem auch Druck aus, was in vielen Fällen wichtig und notwendig ist.